Methode zur Erzeugung und Beurteilung von schweißbedingten Rissen beim Widerstandspunktschweißen
Autoren: M.Sc. Moritz Ullrich, Prof. Dr.-Ing. Sven Jüttner
DOI: https://doi.org/10.53192/SUS20260950
Für Anwendungen im Bereich der automobilen Karosseriefertigung sind hoch- und höchstfeste Stahlgüten aufgrund ihrer hohen Zugfestigkeit in Kombination mit einer hohen Dehngrenze ideal geeignet. Die Verwendung insbesondere von sogenannten höchstfesten Stahlgüten dritter Generation (3G AHSS) stellt jedoch im Wider-standspunktschweißprozess eine Herausforderung dar, da es zu flüssigmetallinduzierter Rissbildung (engl.: Liquid Metal Embrittlement, LME) kommen kann. LME-Risse können an unterschiedlichen Positionen und in verschiedenen Intensitäten Auftreten. Es wurden bereits diverse Untersuchungen durchgeführt, um den Einfluss von LME-Rissen auf die mechanischen Eigenschaften von Widerstandspunktschweißungen zu untersuchen. Die erzielten Ergebnisse variieren in Abhängigkeit von Werkstoff, Prüfverfahren, Rissentstehung, Rissgröße und Rissort, insbesondere für die Festigkeit unter zyklischer Belastung. Ziel des Projektvorhabens war es deshalb eine Methode zu schaffen, welche eine reproduzierbare Risserzeugung von definierten Rissgrößen, Risstypen und Entstehungsorten ermöglicht. Mithilfe dieser Methodik wurde der Einfluss definierter Risse und unterschiedlicher Elektrodeneindrücke auf die Dauerschwingfestigkeit untersucht. Zur Bewertung der lokalen Beanspruchungen wurde die digitale 2D Bildkorrelation (DIC) genutzt.
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