Alfons Dehé hat sein Physikstudium an der RWTH Aachen 1992 abgeschlossen. Eine Vertiefung in die Mikrosystemtechnik gelang ihm als wissenschaftlichen Mitarbeit am Institut für Hochfrequenztechnik der TU Darmstadt. Er entwickelte Mikro-Elektro- Mechanische-Systeme (MEMS) auf der Basis von Verbindungshalbleitern und deren Heterostrukturen. Insbesondere im Rahmen eines Sonderforschungsbereiches „Integrierte elektronisch-mechanische Systeme für den Maschinenbau“ konnten so Sensoren für den erweiterten Temperatureberich an heißen Maschinen entwickelt werden. Seine Dissertation schloss er 1997 zum Thema „Mikromechanisch realisierte, thermoelektrische Sensoren aus III/V-Verbindungshalbleitern“ ab. Seit 1993 war Dehé Mitarbeiter der Firma Siemens bzw. Infineon Technologies. Er startete dort die Entwicklung von Silizium-Mikrofonen mit dem Ziel diese für die Mobilfunkbranche nutzbar zu machen. Die Entwicklung des Siliziummikrofons resultierte für die Firma Infineon Technologies in einem nachhaltigen Massenmarkt. Im Jahr 2014 wurde zum erstem mal 1 Milliarde Mikrofonchips verkauft und damit über 30% Weltmarktanteil erreicht. Mit dem Instrument der MEMS Technologie beschäftigte sich Dehé auch weitere Sensoren und Aktoren für die mobile Kommunikation bereit zu stellen. Mikroakustische Lautsprecher und Sensoren zur Messung der Luftgüte waren und sind immer noch Gegenstand seines Interesses. Seit Juli 2017 ist Dehé W3 Professur für „Smart Systems Integration“ am Institut für Mikrotechnologie der Albert-Ludwigs Universität. Diese Professur wird von der Georg H. Endress Stiftung gefördert und hat den Auftrag das Hahn-Schickard-Institut in Villingen-Schwenningen zu leiten. Dort verantwortet Prof. Dehé die Bereiche MEMS und Mikrotechnologie. Seine Forschungsschwerpunkte knüpfen an seine Erfolge an, erlauben aber die Verwertung mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und damit eine größere Diversifizierung. Dehé ist Autor von über 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und über 80 Patenten.