Schweißraucherfassung bei Handschweiß plätzen zur Nachbearbeitung von Abgas komponenten
Autoren: M. Eng. Michael Lorenz, M. Sc. Andreas Daniel, Dipl.Ing. Markus Scherp
Erhöhte Biomonitoring-Werte für Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxide bei Schweißern in der Abgasanlagenfertigung machten eine systematische Optimierung der Schweißraucherfassung an Handarbeitsschweißplätzen erforderlich. Es wurde eine systematische Bewertungsmethodik basierend auf gewichteter Punktbewertung nach VDI 2225 Blatt 3 entwickelt. Fünf Bewertungskriterien (Absaugkonzept Umwelt/Schweißer, Casing, Abschottung, Absaugleistung) wurden definiert und auf 15 Handarbeitsschweißplätze angewendet, wobei zusätzlich die Arbeitsplatzauslastung zur Priorisierung des Handlungsbedarfs berücksichtigt wurde. Die Analyse zeigte deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Absaugkonzepten. Moderne Schweißtischabsaugungen mit Essenabsaugung erzielten die besten Bewertungen, während Arbeitsplätze mit Absaugarmen und Vorrichtungsabsaugungen erhebliches Optimierungspotenzial aufwiesen. Als innovative Lösung wurde eine mobile Schweißkabine mit variabler Kabinenbreite von 150 cm bis 250 cm und zweistufigem Absaugsystem entwickelt, bestehend aus Hauptabsaugung über Absaugarme und sekundärer Dachabsaugung. Die technische Validierung mittels Nebelmaschine bestätigte die vollständige Schweißraucherfassung durch beide Absaugstufen. In nachfolgenden Arbeiten ist die technische Verbesserung bestehender Schweißtische geplant, um deren Absaugleistung und die Emissionslast auf Schweißer und Umwelt zu verbessern.
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